Să ne rock!

România pentru un an- Rumänien für ein Jahr!

Mirrors on the ceiling, the pink champagne on ice, and she said "We're all just prisoners here of or own device..."

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Dienstag, 11. August 2009

Die ersten Tage im “Parcul National Cozia”- Cozia Nationalpark

Nach 2 Wochen zugegeben ziemlich relaxtem Sprachkurs empfing uns mit Anbeginn der dritten Woche der Ernst des Lebens- der Cozia Nationalpark, einige 100 Hektar Waldgebiet mit verschiedenen Klöstern und jeder Menge wilder Tiere (von denen wir bisher allerdings nicht viel mitbekommen haben). Nach einer kurzen Einweisung auf Französisch machten wir uns mit einem Ranger namens Narcis auf den Weg ins unbekannte Grün. Ziel war ein Kloster, das Stanisoara-Kloster in den Bergen, sehr abgeschieden und deshalb wenig besucht. Der Weg dorthin ist schnell beschrieben- immer weiter berghoch! Als erfahrene Wandersfrau aus den Dörenther Klippen (die im Vergleich eher einer Sandburg entsprechen), fiel mir der Aufstieg vergleichsweise leicht; einige der anderen waren schon nach einer Stunde ziemlich erledigt. Als wir das Kloster erreichten, nach ca. 2-3 Stunden, waren alle erleichtert. Es ist wirklich sehr ruhig und einsam gelegen, die Mönche benutzen noch alte Geräte wie Sensen und versorgen sich selbst, weshalb der riesige Bagger im Hühnergarten ein bisschen irritierte. Die Kirche selbst ist sehr klein, innen verkaufte einer der Mönche Souvenirs an die einzigen beiden Besucher außer uns, wir ruhten uns im Klostergarten aus. Anschließend ging es weiter, diesmal gerade bis bergab, in Richtung eines anderen Klosters, „Turnu“. Nach 2 Stunden waren alle, wenn auch mit größeren Abständen, angekommen. Nach 2 Wochen chillen, trinken und rauchen waren wir alle ziemlich außer Form und froh, dass uns der Bulli abholte. Muskelkater vorprogrammiert, aber von Schlafen keine Rede, weil die letzte Freiwillige, Clemence aus Frankreich, mittags angekommen war und mit Bier gebührend empfangen wurde.

Um 11 Uhr schließen hier unter der Woche fast alle Bars, in diesem Fall zum Glück, denn so kamen wir recht zeitig ins Bett, am nächsten Tag (heute) ging es schließlich wieder früh raus. Alle beklagten sich über Muskelkater und hatten schon Angst vor der Tour zum Gipfel, die für nächste Woche geplant ist. 5-6 Stunden wandern und dann Camping auf dem Plateau. Ich freu mich drauf, auch wenn es mit Sicherheit ziemlich anstrengend wird.

Der heutige Gang zum Wasserfall war im Vergleich zu gestern harmlos, etwa 1 Stunde wandern bis zu dem kleinen „Cascada“. Für diejenigen, denen das nicht genug war, gab es einen sehr steilen und rutschigen Aufstieg bis zum Ursprung des Wasserfalls, auch ich konnte meine Höhenangst überwinden und kletterte auf allen Vieren bis ganz nach oben. Nach dem waghalsigen Abstieg auf den Wasserfall besichtigen wir die Höhle, die sich dahinter versteckte und riefen denjenigen, die unten geblieben waren, zu, wie schön es war. Der Abstieg war wahnsinnig und meine Beine zitterten beim der Ankunft am Fuß des Berges, ich war froh, als wir uns auf den Rückweg machten. Mittlerweile fühlte ich in Beinen und Hintern jeden einzelnen Muskel.

Auf dem Rückweg besuchten wir per Bulli noch das größte Kloster am Berg, das Cozia-Kloster. Größer, aber auch sehr touristisch lag es direkt an der Straße. Das Schöne an den Kirchen hier sind die vielen Bilder an den Wänden, die größtenteils Geschichten aus dem Neuen Testament darstellen. Die Rumänen sind zu fast 100% katholisch-orthodox, und die richtig Religiösen (also fast alle) bekreuzigen sich 3 mal, wenn immer sie an einer Kirche, einem Friedhof oder irgendeinem Religiösen Bildnis vorbeikommen. Die Kirche ist am Sonntag so voll, dass sich davor sogar eine Schlange bildet, obwohl es mehrere in der Stadt gibt.

Die Freiwilligen aus Georgien gehören der gleichen Religion an und bekreuzigten sich ebenfalls, Beka kaufte Kerzen, die er als Zeichen seiner Verbindung mit Gott anzünden wollte. Ich als nicht-praktizierende Protestantin fand es sehr interessant, ich werde in den nächsten Tagen eine Kerze anzünden für einen verstorbenen Freund meiner Mutter. Eigentlich glaube ich nicht an die Kirche und ihre Methoden, vor allem, wenn ich sehe, wie viel Geld die hier machen mit dem Verkauf von religiösen Gegenständen und Opferkerzen, aber ich glaube, dass gerade solche Kerzen vielen Menschen Trost spenden.

Morgen beginnt das Arbeiten im Park dann richtig, nicht mehr nur Herumlaufen und Muskelkater züchten. Ich denke, erstmal wird sowas wie Müllsammeln anstehen, am Donnerstag teilen wir uns in Gruppen auf und bekommen verschiedene Einzelprojekte zugewiesen. Montag bis Mittwoch arbeiten wir dann im Park und Donnerstag und Freitag im Büro der Organisation. Freizeit bleibt trotzdem noch, 5 Stunden Arbeit etwa pro Tag. Am Wochenende steht ein neues Festival an, das Sirnaville in einer Kleinstadt zwischen Ploesti und Bucuresti.





Die besten Wünsche an Verwandte und Freunde können auf einen Zettel geschrieben werden. Im Hintergrund: Das Grab von Mircea cel Bătrân, dem Gründer des Klosters.

Mehr zum Cozia-Kloster (auf Englisch): http://www.manastirea-cozia.go.ro/summary.htm





Am Eingang der Kirche des Cozia-Klosters werden die Touristen abgezockt, äh, ihnen werden Opferkerzen verkauft...





Der Wasserfall (Cascada "Lotrisor")






Crazy- der Bagger im Hühnergarten


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1)- 3) : Die Klosteranlagen von Stanisoara

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