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România pentru un an- Rumänien für ein Jahr!

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Mittwoch, 19. August 2009

Şirnaville- Alternativ Festival on Environmental Issues + ein verrückt-fantastisches Wochenende!

Trampen von Râmnicu Vâlcea nach Bukarest
(Lucía und Anna)



Letztes Wochenende war es endlich wieder soweit- Zahltag in Râmnicu Vâlcea! Nachdem wir alle unser Monatsgeld kassiert hatten stand fest, dass dieses Wochenende der Großteil der Gruppe ein Festival besuchen würde. Auf dem Forest Vibes hatten wir einen Flyer bekommen von einem Festival namens Şirnaville im gleichnamigen Ort Şirna. Das ist nicht soo weit weg, liegt etwa zwischen Bukarest und PloieŞti und sollte unserer Meinung nach einigermaßen gut per Autostop (also Trampen) erreichbar sein. Wir teilten uns also auf in mehrere Gruppen, ich fuhr mit Lucia aus Spanien und Anna aus Georgien. Wir starteten als erste Gruppe und hatten wirklich Glück- von Vâlcea nach Bukarest und von dort nach PloieŞti gelangten wir ohne Probleme und vor allen Dingen ohne zu bezahlen! Normalerweise wollen die Autofahrer ja Geld sehen, wenn sie einen mitnehmen, aber wahrscheinlich hatten wir Mädelsbonus. Wir lagen gut in der Zeit und wollten einen Bus erwischen, der nahe PloieŞti von einem Bahnhof direkt zum Festival fahren sollte. Also nahmen wir von PloieŞti ein Taxi, 5 oder 6 Kilometer können ja nicht so teuer sein. Der Fahrer aber fuhr uns erstmal 15 km in der Gegend rum bis es uns zu blöd wurde und wir ausstiegen, 60 Lei wollte der Penner auch noch haben. Eins kann man über Rumänien definitiv sagen- nimm kein Taxi, wenn du eine andere Möglichkeit hast! So gut wie JEDER Taxifahrer versucht hier, dich abzuziehen, weil du Ausländer bist, am schlimmsten ist das in den größeren Städten. In Vâlcea kennen uns die meisten Taxifahrer schon uns sind sehr nett, keine Frage.

Nachdem wir uns also irgendwo mitten in der Pampa mit einem Schild mit der Aufschrift "Şirna" an die Straße stellten, hielt zum Glück ziemlich schnell ein Auto und wir wurden wierum kostenlos von 5 jungen Männern ohne Fremdsprachenkenntnisse nach Şirna gefahren. Wir müssen echt mal rumänisch lernen, Englisch ist leider nicht sehr weit verbreitet!

Von der Stadt bzw. dem winzigen Kuhdorf
Şirna waren es noch etwa 1,5 km zu Fuß zum Festivalgelände, wir wurde aber zwischendurch von einem Bus aufgelesen. Happy erreichten wir mit der Dämmerung Şirnaville, ein sehr beschauliches alternatives Festival mit Kunstausstellung, einer Alternativ-Bühne und einer DJ-Bühne, auf der Drum 'n' Bass aufgelegt wurde. Dazu verschiedene Bierstände und Sitzmöglichkeiten plus der Campingarea am Rand des Geländes.











Ein rumänischer Festivalsommer

Sehr cooler Einstieg ist das Begrüßungsgeschenk, ein tragbarer Aschenbecher- schließlich handelt es sich um ein grünes Festival, Recycling und Umweltschutz werden supportet.

Als die 2. Gruppe ankommt, namentlich Cato (Türkei) und Clémence, unser Neuankömmling aus Frankreich, treffen wir sie draußen, weil wir keine Getränke mit reinbringen dürfen. Die anderen kommen kurze Zeit später: Asiye, Ayca und Arzu (Türkei), außerdem Pedro (Spanien). Sie bringen einen sehr lustigen Rumänen namens Max mit und so wird die Runde vor dem Festivaleingang immer größer und geselliger. Nach diversen Trinkspielen ist Max ziemlich fertig und redet wirres Zeug, wir haben gute Laune und gehen aufs Gelände. Das ganze zerstreut sich ziemlich; mal sind wir bei der Bühne, tanzen mit unseren neuen rumänischen Bekannten, mal sitzen wir bei einem Bier zusammen oder laufen einfach nur planlos herum. Kurz bevor wir gegen 4 entscheiden wollen, schlafen zu gehen, treffen wir noch eine sehr nette rumänische Gruppe mit gutem Englisch und bleiben doch wach. Ich unterhalte mich lange mit einem Griechen, der jetzt in Rumänien lebt und in PloieŞti eine Crêperie hat. Ich mag die Sonnenaufgangsgespräche auf Festivals!

Als ich zum Zelt komme, ist es etwa halb 7. Um 10 werden wir alle von der Sonne geweckt. Zum Frühstück gibt es Brot mit Käse und Ketchup, allgemeine Müdigkeit aber das Fehlen von Schatten lässt uns zur überdachten Sitzecke pilgern, hier gibt es Schatten. Lucia, Asiye, Clémence und ich entscheiden, lieber nach PloieŞti zu fahren, als den Tag nur auf dem Fesitival rumzuhängen. Per Bus kommen wir von Şirna dorthin.


Festival-Frühstück


Die Stadt ist wirklich schön; wir laufen vom Bahnhf zum Zentrum, trinken Tequila Sunrise
und beobachten Romas, die versuchen, in Restaurants Zigaretten zu schnorren. Eine Frau wird immer wieder weggeschickt, aber sie ruft einfach von außen in das Café hinein
, sie ist witzig und interessiert sich nicht für die Ablehnung der Restaurantbesitzer. Aber die Roma, die "Ziegeuner", sind hier allgemein sehr schlecht angesehen.

Abends suchen wir uns ein Restaurant, essen Pizza und versacken mehr oder weniger dort, bleiben mehrere Stunden und reden über Gott und die Welt. Mädelsabend Deluxe und Politsche Diskussionen vom Feinsten, dazu ein einigermaßen guter Wein- perfekt (;
Im Nebengebäude ist eine Hochzeit, wir schauen mal rein, haben sowas in Rumänien ja noch nie gesehen. Ziemlich ungewaschen und mit unseren Rucksäcken beladen gesellen wir uns dazu, werden zum Tanzen eingeladen.
Der kurze Abstecher versorgt uns mit neuer Energie. Wir entscheiden,
Tequila Sunrise in Ploiesti: Asiye und Clémence (oben), Lucía (unten)
nach Bukarest zu trampen und von dort den ersten Zug zu nehmen. Es ist etwa 23:00, wir stellen uns an den Bahnhof mit unserem Schild, doch trotz diverser Tanzeinlagen und witzigen Schildern haben wir erst nach etwa 20 Minuten Glück und werden mitgenommn, Gratisfahrt zum Hauptbahnhof. Große Ernüchterung: Der erste Zug fährt um viertel vor 10 und kostet 56 Lei. Also der erste Bus, um 7, wir setzen uns in ein Café und warten, bis die Métro öffnet. Die Nacht fliegt vorbei, außer Lucia, die mit dem Kopf auf dem Tisch einschläft, bleiben alle wach und da wir alle drei sehr redseelig sind, wird es nicht langweilig.
Nach der Ankunft in Vâlcea natürlich erstmal schlafen, ich werde nach 2 durchgemachten Nächten auch erst um 21:30 wieder wach. Wir gehen in ein chinesisches Restaurant und anschließend mit dem 19jährigen Kellner noch in ein Casino auf ein Bier. Endlich mal Kontakt mit den örtlichen Rumänen.


Um 3 Uhr morgens sieht mein Bett mich wieder, um 8 Uhr heißt es aufstehen. Was für ein Wochenende. Ich liebe das EVS!!!



Trampen mal anders- bringt und nach Bukarest...


... oder New York!!

(Bucureşti sau New York- Bukarest oder New York)





4 Kommentare:

  1. ist trampen dort relativ ungefährlich/problemlos? :)

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  2. problemlos ja, aber die wollen meistens geld haben... Wenn wir nur Mädels sind gehts aber wenn wir einfach nix geben fragen die meistens auch nicht und sind nur still beleidigt ;)

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  3. damn, leute wann kommt was neues?

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  4. Jaa sorry ich arbeite dran.. ich muss noch ein paar Fotos organ, dann kommt was neues :*

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