Să ne rock!

România pentru un an- Rumänien für ein Jahr!

Mirrors on the ceiling, the pink champagne on ice, and she said "We're all just prisoners here of or own device..."

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Dienstag, 20. Oktober 2009

Das On-Arrival-Training in Predeal

Nach einigen Busfahrten und nachdem wir einem hinterhältigen Taxi-Mörder in letzter Sekunde entkommen waren, kamen wir schließlich im Hotel "Eden" in Predeal, dem beliebtesten Ski-Resort im Winter, an. Wirklich ziemlich schnieke, das Hotel. Von den anderen wussten wir, dass manche Zimmer sogar mit einem Whirpool ausgestattet sind und baten die Frau an der Rezeption sogleich darum. Sie versprach uns einen, wenn wir nichts davon verraten würden. Allerdings sind die im "Eden" ziemlich gut im Whirpool-verstecken- eine ganze Woche gelang es uns nicht, dass gute Stück in unserem Doppelzimmer aufzuspüren! Wirklich witzig...
Wir beeilten uns, um noch die Reste vom Abendessen und die ersten Konversationen des Abends mitzubekommen. Tatsächlich saßen noch einige Freiwillige am Esstisch, beunruhigenderweise ziemlich viele Deutsche. Von Catalin vorgewarnt, gab ich mich als Schwedin aus, war zum Glück die Einzige. So richtig kennen lernen ging in der großen Runde aber nicht; wir verbrachten die erste Nacht mit Chloé aus Frankreich und Alessandro aus Italien im Gemeinschaftsraum, die sich über unser Gastgeschenk, eine Flasche Weißwein, sehr freuten.
Am nächsten Morgen ging es dann richtig los.

Chloé und Jana von A.C.T.O.R. in Bukarest (das "O" steht übrigens für Oregami, hehe)

Weil mir aufgefallen war, dass mein schwedisch leider nicht viel hermacht (ich weiß kein einziges Wort), hatte ich mich spontan zu einer Holländerin umgetauft. Bei der Vorstellungsrunde gab ich dann aber doch zu, Deutsche zu sein.

Der Seminarplan

Unsere Trainer waren eigentlich alle ziemlich sympatisch. Besonders Marian, ein dynamischer Typ etwa Mitte 30 schaffte immer gute Stimmung mit witzigen Spielen oder Energizern, egal, wie lang die Nacht war.

Traditional Dances können so viel Spaß machen

Denn zu viel Schlaf war nicht vorgesehen- bei einer Gruppe von 44 Volunteers gab es immer irgendjemanden, der Lust zu einer Party hatte. Um das Ganze perfekt zu machen, hatten 4 Jungs auch noch die Honeymoon-Suite bekommen, mit einem riesigen Raum, der sich geradezu aufdrängte für eine Einweihungsparty in der ersten Nacht. Die Gespräche waren super, man lernte sich kennen, spielte verrückte Spiele und hatte eine super Zeit zusammen. Ich redete die ganze Zeit mit Chloé auf französisch, was mir erstaunlich leicht fiel. Bei ihr zum Beispiel stimmte die Chemie sofort.
Um 6 Uhr lagen dann auch die letzten (und ich unter ihnen) in ihren Betten, 9 Uhr Frühstück, wie gemein!

Energizer am Morgen vor dem Abend nach dem Abend

Die Nächte zogen sich im Folgenden ähnlich hin, sodass während der Seminare selbst immer eine Menge Leute ziemlich müde waren. Besonders Florin, einer der Trainer, schaffte es, uns regelrecht einzuschläfern. Einzig eine Frage zum Thema Diskriminierung an ihn machte uns dann doch alle mobil. Es ging um die Diskriminierung von Zigeunern in Rumänien. Er meinte, wir könnten darüber gar nicht urteilen, schließlich gäbe es in unseren Ländern ja keine Gipsies. Er dagegen könne Schwarze nicht diskriminieren-


- es gibt sie ja nicht (oder zumindest kaum) in Rumänien. Dieses Argument beraubte ihn also schlagartig jedlicher Glaubwürdigkeit und er begann uns regelrecht zu hassen, als wir uns während seiner fehler- und lückenhaften Vorträge lieber unterhielten.

Gruppenpräsentation nach dem City-Game

Die vorletzte Nacht wartete mit einer Überraschung auf- der "Sir Prize Ivining" wurde angesagt, es gab Wein und ein warmes Buffet als Kontrast zum sonst eher gewöhnungsbedürftigen Essen. Außerdem konnten alle Tuika probieren, den traditionellen rumänischen Schnaps. Beim anschließenden Lagerfeuer zelebrierten alle die gute alte deutsche Kunst des Freundschaftstrinkens, wobei es manche natürlich wieder übertrieben, sodass am letzten Seminartag die Reihen leerer waren als sonst. Witzig war dabei besonders, dass wir Marian davon überzeugten, in Deutschland sei es vollkommen normal, dass sich beim Freundschaftstrinken auch Männer gegenseitig küssen. Er solle mal nicht so homophob sein, mahnten wir ihn, bis er schließlich Manu von der National Agency küsste. Hihihi!!

Sir Prize Ivining

Das Seminar selbst war interessant, lustig, manchmal ein bisschen langweilig und -atmig, aber insgesamt sehr ausgewogen und weniger pseudo-pädagogisch als das On-arrival (sorry).
Durch die Nächte, die mit viel zu wenig Schlaf viel zu schnell in die Tage übergingen, wurde das Ganze jedoch dominiert. Ich habe so viele supernette Leute getroffen und werde viele von ihnen, zumindest während meines EVS, noch häufig wiedersehen, da bin ich sicher.

Busy Working- die Craiova-Fraktion

Der Morgen des Abfahrtsabends bildete den Abschluss einer Nacht vollkommen ohne Schlaf. Marian, der Trainer, musste auch zum Flughafen und fuhr den Weg gemeinsam mit uns. Im Zug nach Bukarest schliefen wir alle, aber nach den 3 Stunden waren Clémence und ich wieder fit und unterhielten uns auf die leicht beschränkte Art und Weise, die wir uns in der vergangenen Woche angewöhnt hatten. Der arme Marian! Nach einer Weile ging er auch unter dem Vorwand, noch etwas besorgen zu müssen.

Witzige Rollenspiele am letzten Tag

Als wir am Bahnsteig saßen, gesellte sich ein Zigeuner-Großfamilie zu uns. Die älteste Tochter sagte uns die ganze Zeit, wie schön wir seien, und bat uns dann um Essen und Kleidung und sowas. Ich hab ihr einen Apfel und ihrer Mutter meinen Eistee. Nachdem wir sie auch noch mit Zigaretten versorgt hatten, waren sie glücklich und tanzten und sprachen mit uns in verschiedenen Sprachen, sodass uns ein sehr verdutzter Marian nach seiner Rückkehr (mit einer Flasche billigem rumänischen Wein) in der lustigen Runde vorfand.
Am Flughafen trafen wir Pedro und Lucía und später Yann, mit dem Clémence zu einem anderen Workshop nach Luxembourg fahren würde. Wir verabschiedeten uns von einem sichtlich erleichterten Marian und dann ging's los nach-

Çanakkale

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