Să ne rock!

România pentru un an- Rumänien für ein Jahr!

Mirrors on the ceiling, the pink champagne on ice, and she said "We're all just prisoners here of or own device..."

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Dienstag, 20. Oktober 2009

Reich mir dein Glas, es könnte voller sein!

Am Wochenende nach unserer Rückkehr aus der Türkei beschlossen wir unseren ersten Freundschaftsbesuch bei ein paar Freiwilligen aus Predea. Die Gruppe aus Craiova musste als erste dran glauben: Wir hatten Alessandro, Lea, Teko, Emrah, Meike, Girts, Sara, Nuria, Lilith und Jurga allesamt dort kennen gelernt und machten uns nun mit rausgestrecktem Daumen auf den Weg.
Ich bildete eine Gruppe mit Cato; die anderen (Clémence, Asiye und Pedro) fuhren mit einem anderen Wagen.
Die erste Station war Pitesti, eine größere Stadt zwischen Râmnicu Vâlcea und Bukarest. Dorthin kamen wir auch recht einfach mit einem netten Ehepaar, das uns an der Straße nach Craoiva rausließ. Dann aber warteten wir in der Kälte etwa 45 Minuten, bis uns ein netter Typ mitnahm; die anderen waren schon an uns vorbeigezogen.
Unser Fahrer sprach französisch, wollte uns aber rumänisch beibringen, weshalb er fast kein Wort französisch mit uns redete, sondern nur seine Muttersprache akzeptierte. Anstrengend, aber wirklich hilfreich. Mein Rumänisch war allerdings sehr sehr basic.

Alessandro (rechts)

Angekommen in Craiova wollte der Mann noch ein Bier mit uns trinken. Wir riefen Alessandro an, der zur Bar kam. Unser Fahrer bezahlte jedem von uns ein Bier, auch wenn wir versuchten, ihn davon abzubringen (nun ja, nicht gerade vehement) und versuchte, Alessandro mit der Kellnerin zu verkuppeln, dem das sichtlich unangenehm war. Er bestellte noch für jeden 2 extra Biere, weil er sagte, er müsse bald gehen. Da kamen die anderen 3 dazu und er bestellte noch mehr Bier, bis der ganze Tisch voll war und wir gar nicht mehr wussten, was wir sagen sollten. Er winkte ab und sagte, es sei ihm eine Freude; für uns war es der perfekte Start in den Abend.
Nachdem wir alle Biere gelehrt hatten, gingen wir zu Alessandros Apartment und aßen ein bisschen Pasta (schließlich ist er Italiener). Anschließend gingen wir in eine rockige Bar in der Stadt- zum Feiern bietet sich die hässliche Kommunisten-Großstadt wirklich an!
Unten wurde getanzt, dort fingen wir an, anschließend in den Barbereich in der oberen Etage, denn hier war der Martini plötzlich nichtmal halb so teuer wie unten! Seltsam...
Mit Clémence und ständig wechselnden Gesprächspartnern blieben wir hier bis in die frühen Morgenstunden, wir trafen noch viele andere Freiwillige aus dem Projekt und unterhielten uns mit ihnen.

Die Craiova-Freiwilligen

Auf dem Nachhauseweg holten wir uns in einem Fast-Food-Restaurant ein Sandwich, wobei Alessandro eigentlich den Großteil von allen aß. Er hatte es sich verdient: Aus einem Auto waren wir im Vorbeifahren angemacht worden und der Typ war uns hinterhergekommen- dankbarerweise hatte mich der Italiener davon abgehalten, eine Diskussion mit dem etwa 4 Meter großen und 2 Tonnen schweren Rumänen anzufangen.
Am nächsten Tag wurden wir nach dem Frühstück in einem kleinen Café von Alessandro zur Brücke gebracht, von wo wir (Cato, Clémence und ich) ziemlich schnell ein Auto direkt nach Vâlcea fanden. Der Fahrer sprach nur rumänisch, war aber ziemlich kommunikativ und da ich vorne saß, konnten die anderen entspannt schlafen, während ich mich mit meinem Baby-Rumänisch abmühte. Nach einer ausgiebigen Dusche konnte ich abends also wirklich gut schlafen...
P.S.: Seit wir einfach nicht mehr nach Geld fragen in den Autos, fahren wir fast immer umsonst mit- uns Ausländern sieht man's nach, wir sind eine Attraktion!!

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