Să ne rock!

România pentru un an- Rumänien für ein Jahr!

Mirrors on the ceiling, the pink champagne on ice, and she said "We're all just prisoners here of or own device..."

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Dienstag, 2. Februar 2010

HEY- alles glänzt!

Die letzten Wochenenden habe ich in Vâlcea verbracht; nachdem Clémence für 5 Wochen in die Ferne abgehauen ist, ließ sich erstmal niemand motivieren, in andere Städte zu fahren, außerdem war mein Geld dank des verblödeten Passes ziemlich knapp. Leider brauche ich den aber- im April fahre ich nach Baku für eine Woche, ein Projekt zum Thema Menschenrechte. Ich freue mich, Asebaidschan kennen zu lernen, das könnte interessant werden.
Freitags blieben wir meistens zu Hause, trafen uns mit den anderen in unserem Apartment und tranken Bier. Samstags ging's zuerst in die Rembrandt Bar und dann ins "Discovery", ein sehr beliebter Karaoke-Club. Nicht so Fashion-Leute, sondern eher "Normalos" und Männer, die dir Wein ausgeben. Mit Cato zusammen sang ich ein paar Mal.
Unter der Woche gingen wir auch manchmal in die Bar zu Cristi und Cristina. Ich ging meistens alleine mit Cato, weil sich sonst niemand motivieren ließ; manchmal waren Pedro und Asiye, die sich endlich zusammen gefunden haben, noch dabei. Ayca und Zuzu, meine beiden Mitbewohnerinnen, gehen nur am Wochenende mit uns weg. Cristi fand es witzig die ganze Zeit Andeutungen zu machen, Cato und ich würde "heimlich" daten- traurigerweise ist aber einfach die Weggeh-Mentalität ein bisschen anders geworden. Ich bin froh, dass wenigstens Cato hier ist. Ich glaube, es macht ihm ein bisschen was aus, dass er und Pedro jetzt gar nicht mehr alleine sind- nach dem Streit mit Clémence ist Asiye bei den Jungs eingezogen.
Letzten Donnerstag kam Beka aus Georgien wieder und brachte Wodka mit; wir trafen uns zum Essen bei den Jungs und zogen dann in die Art Bar (=Rembrandt Café). Die anderen zogen weiter, ich blieb im Dark Room mit ein paar anderen. Cristi hatte seiner Freundin morgens einen Antrag gemacht und sie zeigte mir stolz den Ring.
Als ich nach Hause kam, war Zuzu (die tatsächlich mitgekommen war) total betrunken; die anderen waren noch ins Discovery weiter gezogen, nachdem wir uns in der Bar getrennt hatten.
Samstags feierte Cristina ihren Geburtstag im Rembrandt vor und lud uns ein. Nur Cato ließ sich begeistern, wir gingen hin. Wir lernten die Familie kennen, tanzten, ich redete mit Cristinas Schwester auf Spanisch und irgednwann beschlossen wir, noch ins Discovery zu gehen. Nach ein paar Stunden und viel Wein dann in eine Bowling-Bar, die aus irgendeinem Grund um 4 Uhr morgens kaum besucht war. Ich trank ein paar Schlucke Barcadi Breezer und Cato ein Bier, dann zogen wir zur Tao-Bar, im Sommer eine coole draußen-Lounge, im Winter eine schreckliche Posh-Disko. Die Männer/Jungs trugen alle Hemden, die Frauen/Mädchen alle fast nichts. Die "Musik" war grausam und ein kleines Bier kostete 8 Lei (normalerweise bezahlt man für ein großen maximal 4). Cato bestand darauf, mir eins auszugeben, aber trotzdem hielten wir es nicht lange aus. Es war sowieso schon 5, und ich überredete ihn dazu, mich nicht nach Hause zu bringen (ehrlich gesagt hat mich diese Pseudo-Beschützer-Nummer unter Alkoholeinfluss tierisch aufgeregt). Die Nacht war witzig- wenn man will, hat Valcea einiges an Party zu bieten!

Eigentlich wollten wir ab Montag (gestern) für 2 Wochen in ein Dorf in der Nähe von Sibiu fahren, und mit lernbehinderten Kindern arbeiten. Zum Planungsbesuch fuhr ich mit unserem Mentor 2nd Catalin auch letzte Woche hin, wir trafen Joscha (von dem ich geschrieben habe) und seine Chefin und alles schien klar zu sein. Naja, im letzten Moment ging dann doch alles schief, auf deren Seite, die Mitarbeiter scheinen irgendeine Art Revolte gestartet zu haben; jedenfalls werden wir wahrscheinlich im Mai hinfahren. Dann ist das Wetter auch besser (und WÄRMER!). Es war jedenfalls eine tolle Erfahrung, der Tag auf dem Kinderbauernhof (guckt mal hier: http://www.kinderbauernhof.org) .
Die Kinder freuten sic riesig über die Aufmerksamkeit, ich lernte an einem Tag mehr Rumänisch als vorher in einem Monat und es macht Spaß, Joscha mit den Kids zu sehen. Irgendwie ist er echt für diese Arbeit gemacht- nicht so der weltfremde Pseudo-Pädagoge, aber auch nicht der strenge Oberlehrer, einfac natürlich.
Die Arbeit in den verschiedenen Schulen ist auch super angelaufen. Heute Nacht feiern wir in Cristinas richtigen Geburtstag rein, und am Wochenende fahren wir vielleicht nach Arad. Diese Woche ist frei, nächste Woche gehen wir 4 von 5 Tagen in Schulen. In unserer WG läuft es besser denn je, wir verstehen uns prima. Bald kriegen wir Zuwachs- Sonntag kommt meine neue Zimmerkollegin Dilek aus der Türkei. Die scheint ein bisschen schräg zu sein, aber wir werden sehen. Rumänisch klappt auch besser mittlerweile- durch die Arbeit mir Kindern hat man endlich eine Motivation, die Sprache zu lernen.
In diesem Sinne- pe curând (bis bald)!

Ach ja- hab ich erwähnt, dass ich euch trotz meiner tollen Zeit hier ziemlich vermisse? Katja hat mir vor 2 Wochen eine SMS geschrieben, ob ich auf einen Sekt auf dem Balkon vorbeikommen will. Hach ja. Mach ich, bin unterwegs!

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