Da dieser Blog mittlerweile sowas wie mein öffentliches Tagebuch geworden ist, wird es Zeit für ein Update.
Ich bin heile aus Estland zurück gekehrt (ja, Mama) und wieder in Râmnicu Vâlcea. Die letzten Tage in Tallinn waren noch unglaublich verrückt, besonders Mittwoch- ST PATRICK'S DAY!!! Der irische Nationalfeiertag wird sowohl in den USA als auch in der "Southern Hemisphere" (Australien und Neuseeland in dem Fall) dick gefeiert- in England und Irland natürlich sowieso. Für mich war es das erste Mal und dementsprechend aufregend. Deshalb ist dieser Eintrag auch in grün- die irische Nationalfarbe!

St Patrick's!!!
Tom, Jonny, Daniel und ich gingen zu einem kleinen Second-Hand Laden um die Ecke um uns grün einzurichten. Jonny und Tom wählten jeweils ein grünes T-shirt plus Jacket, ich ein grünes Nici-Kleid im Nonnen-Style, Knöchellang, unglaublich weit und ohne Ausschnitt. Mit Nadel und Faden schaffte ich es tatsächlich, das gute Stück ein bisschen stylischer zu gestalten: kürzer, enger, ein paar kleine Details. Die grüne Party ging schon gegen halb 7 los im DRINK, denn es war Fish&Chips Abend, eine Portion plus Bier für etwa 3 Euro, solide. Ich bestellte nur Chips und bekam einen riesen-Teller Pommes, die anderen fanden mich ein wenig kurios.

Grüüüüün!!!!

Sabine, Renata, Ich
Wir spielten ein Trinkspiel namens King Cup mit einigen Gästen im Hostel. Wir hatten einen Neuankömmling, den Südafrikaner Chris, der nur für eine Nacht bleiben würde. Besonders Jonny und Tom gingen ziemlich ab auf den Abend, sprangen herum in ihren grünen Outfits plus Skiunterwäsche und spielten einen bekloppten Fake-Werbespot von WillFarrell ("GREEN TEAM", zu finden hier: http://www.funnyordie.com/videos/fa1420df1f/green-team-from-will-ferrell-adam-ghost-panther-mckay-and-john-c-reilly) nach und Chris schloss sich ihnen an. Nach einer Weile ging es natürlich wieder ins Drink, Jägerbombs, yess, good time, dann ins Nameta, also No Name, dancen, Spaß. Mit Chris kam ich gegen 5 Uhr zurück ins Hostel, gegen 6 ging er in sein Zimmer und ich in den Keller, wo die anderen schliefen (Micks Bett war frei, er wohnte jetzt im Pikk) und verbrachte ein paar kalte Stunden mit Schlafen, um am nächsten Morgen wieder pünktlich zum Dienst zu erscheinen.

GREEN TEAM! (Jonny, Chris, Tom)
Jonny ging es ziemlich schlecht, er schlief den ganzen Tag, wahrscheinlich hatte er irgednwas falsches gegessen, denn nur Kater macht einen nicht so fertig! Mit Tom und Sabine verbrachte ich einige betrunkene Stunden während unseres (Sabines und meinem) Dienstes, wenig zu tun, es war mein letzter Tag, Abschiedsstimmung. Irgednwann kam Chris aus seinem Zimmer und schüttelte den Kopf über diese Eine-Nacht-Reise. One Night in Bankok? Ha, so weit muss man gar nicht weg...

Mit Tom und Jonny
Abends, nachdem ich Jonny ein bisschen bemuttert hatte, dicker Abschied, "bleib hier" usw., Taxi, Bus, Ankunft in Riga, lange warten, Flug nach Brüssel, warten aus den Flug nach Bukarest, kommt zu spät, in Bukarest in den falschen Bus, nächsten Bus nehmen, letzte U-Bahn zu Chloé, bisschen quatschen, schlaaaaaaaafen.
Am nächsten Morgen hatten die Bukarester ein Meeting, ich nahm den Bus zurück nach Vâlcea, freute mich über die Sonne (Tallinn ist so kaaaaalt) und ging abends mit Clemence was trinken. Am nächsten Morgen schien die Sonne noch viel wärmer, wir gingen zusammen zum Boromir Pan Cafe und frühstückten auf einer Mauer. Ich stellte fest, dass ich nach Finjas Abreise (die vom 26.-31.3. kommen würde) noch ganze 10 Tage in Rumänien verbringen würde, alleine, alle anderen sind im Urlaub, bevor es los geht nach Frankreich. Um dem zu entgehen entschloss ich mich spontan, nach Tallinn zurück zu fahren, für nochmal 10 Tage, nachdem die Flüge gebucht waren fühlte ich mich gut. Abends gingen Clemence und ich (ja, wir sind hier die einzigen ein bisschen aktiven) noch ein bisschen raus, nicht zu lange, denn am nächsten Morgen fuhren wir los zu unserem Mid-Term-Meeting in Predeal. Ja, ich weiß, wir sind schon ein bisschen über die Mitte hinaus, aber so läuft das hier halt.
Der Bus fuhr eine furchtbare Strecke durch die Berge, 20 km/h, wir brauchten 6 Stunden bis Brasov. Von da aus nahmen wir den Bus nac Predeal, allgemeine Angenervtheit, alle hatten Hunger und Durst und Schlafmangel, also erstmal in Predeal in ein Restaurant, wo wir andere Freiwillige trafen, einen Esten (der tatsächlich vor ein paar Wochen im Tallinn Backpacker's gewesen war!) und einen Polen.
Der erste Abend war eher ruhig, eine Flasche Wein, ein paar andere kennen lernen (größtenteils Franzosen und Spanier, aber auch viele Deutsche). Am nächsten Tag Training, wieder Marian, juhu, und eine blonde Frau die leider eher uncool war. Der erste Tag war gut, Reflection of your EVS, das hat wirklich geholfen. Der zweite Tag nach dem Abend davor (Wein und Tuika für alle umsonst, Disko, Disko, Partyzani und nette Leute) war sehr verpennt, langweilig, wir kamen zu spät, Marian war genervt, uns wars egal. Abends wieder ein nettes Get-Together, ich ging recht früh schlafen, Clemence kam später in unser Zimmer und weckte mich netterweise.
Früh los am nächsten Morgen, diesmal aber zum Glück nach dem Frühstück, Zug nach Bukarest mit Clemence(schlafen), leider kommt er ne Stunde zu spät an, Bus zum Flughafen, ich merke erst jetzt, dass wir ne Stunde zu spät dran sind, eine nette Rumänin leiht mir ihr Handy und ich rufe Mam an, die Finja verständigt. Endlich ankommen, Finja ist da!! Ein Taxifahrer will uns für 5 Euro pro Person nach Valcea bringen, wir können es nicht fassen, aber sobald wir im Taxi sitzen stellt sich heraus, dass er uns nur zum Busbahnhof bringt, na gut, dann sieht Finja wenigstens was von Bukarest. Die Fahrt dauert eine Ewigkeit, 30 km in mehr als 45 Minuten, unglaublicher Verkehr! Hinterher will der Fahrer 10 Lei mehr haben, wir sagen nein, streiten uns, endlich gibt er uns unser Gepäck aus dem Kofferraum, beschimpft uns auf rumänisch (jede Menge "pula mea") und wir machen uns davon. Ich kaufe noch schnell Sandwiches, dann gehts los mit dem Bus nach Valcea. Finja lernt Ana kennen, wir gehen in eine Bar und sie lernt unsere rumänischen Bekannten kennen, ein netter Abend, der sich bei uns in der Wohnung fortsetzt. Gleich geht's los nach Sibiu- die schönen Seiten Rumäniens sollten nicht zu kurz kommen!!
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