Das war's also. Heute war mein letzter Tag in Valcea. Die Sonne schien, die Straßen waren belebt, ich habe Finja den Markt gezeigt, den ich so liebe. Musik auf den Straßen, eine Band aus Peru in inidianischen Kostümen und spanischer Musik und eine Menge Erinnerungen. Ich habe eine Menge gelästert über diese Stadt, aber heute ist mir klar geworden, wie sehr sie mein Zuhause geworden ist in den letzten 8 Monaten. Ich habe mich von den Menschen hier verabschiedet, von der netten Frau in der Postzentrale, dem Losverkäufer, der so gut Türkisch spricht, der Frau aus dem Second Hand Shop, die sich freut, wenn ich mit ihr Französisch spreche. Ich war ein letztes Mal im Annabella, bei Boromir Pan Café, der Mann , der den Wasserverbrauch kontrolliert hat mir zum letzten Mal versichert, wie sehr sich mein Rumänisch verbessert hat.
Alle Menschen waren heute freundlich, der Mann, dem ich meinen Koffer gegeben habe, um ihn nach Bremen zu schicken, die Frau, die meine letzten Leis in Euros gewechselt hat, die Kinder, die uns auf der Straße Frühlingsblumen verkauft haben.
Gleich werde ich in ein Taxi steigen, in den Bus nach Bukarest, dort zum letzten Mal Metro fahren und das letzte Mal den Bus zum Flughafen nehmen. Nicht zum letzten Mal in meinem Leben, da bin ich sicher, aber zum letzten Mal für mein EVS. Sicher, im Juni komme ich nochmal wieder, aber es ist nicht das gleiche, ein kurzer Besuch, ein letzter Abschied, aber das Gefühl in meinem Bauch bestätigt es- meine Zeit hier ist zu Ende. Sie war nicht immer gut, aber sie steckt voller Erfahrungen, Erlebnisse, Abenteuer, die aus mir das gemacht haben, was ich jetzt bin. Und jetzt, kurz bevor ich entgültig abreise, erinnere ich mich an kleine Annekdoten, wie damals, als wir in der Casa de Cultura Billard gespielt haben, und als wir nach draußen kamen, entlud sich der Sommerregen über der Stadt und wir tanzten in den Pfützen und lachten, lachten, lachten...
Egal, wie oft ich diese Stadt verflucht habe, wie oft ich mich gelangweilt habe oder deprimiert war in den letzten Wochen, Monaten- sie hat mir eine Menge gegeben und viele meiner unschätzbaren Erinnerungen sind untrennbar mit ihr verbunden. Ich glaube, ich habe mal gesagt, dass ich zwar zurück nach Rumänien kommen will, aber nicht nach Vâlcea. Seit heute weiß ich aber, dass ich mit dieser Stadt verknüpft bin, seit dem Moment, als ich mich für das EVS beworben habe. Pa, pa, Vâlcea- la revedere!
Dienstag, 30. März 2010
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