Să ne rock!

România pentru un an- Rumänien für ein Jahr!

Mirrors on the ceiling, the pink champagne on ice, and she said "We're all just prisoners here of or own device..."

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Sonntag, 14. März 2010

Keri Persse!!

Good afternoon, honorable guests, visitors and admirers! Ich schreibe euch aus dem kalten verschneiten Tallinn, Estland, genauer gesagt aus dem besten Hostel der Stadt, dem Tallinn Backpacker´s im Herzen der Altstadt. Meine erste Woche hier ist wie im Flug vergangen, ich habe die Stadt kennen gelernt, die Leute, die Hostels (es sind insgesamt 3 locations) und die Arbeit hier. Als ein Volunteer ist das nicht besonders viel, aber je nach Kater halt auch nicht immer ganz angenehm.
Am schoensten ist es morgens (bzw eher nachmittags) wenn alle aus den Betten gekrochen kommen und sich im Gemeinschaftsraum treffen, um ihre Erinnerungen zusammen zu puzzeln. Aber von vorne.
Ich hatte eigentlich vor gehabt, am 7. los zu fahren, nachts, wuerde am 9. Nachmittags ankommen. Aber dann kam die Reunion im Blue House dazwischen, von meinem tschechischen Workcamp. Ich hatte eine Absage-Mail geschickt, aber die anderen sagten, wenn du schon in Budapest bist (von wo aus ich nach Riga fliegen wuerde), koenne ich doch zumindest den Nachmittag mit Joris und Amira in Prag verbringen. Ich fuhr also schon Mittwoch los, kam Donnerstag mittags in Prag an. Nach einer fuer seine Verhaeltnisse sehr boesen Mail von Benjamin von wegen wieso ich nicht kaeme usw. beschloss ich, eine Nacht im Blue House zu verbringen, also mit ihm, bevor ich am naechsten Tag die anderen in Prag treffen wuerde. Die Nacht war witzig, viel Wein, ich lernte die neuen Freiwilligen kennen und am naechsten Morgen in aller Fruehe fuhr ich nach Prag zurueck, Wiedersehen mit Amira und Joris, Freude und Geschrei, alle starrten uns an, egal.


Mit Amira und Joris in Prag!

Wir gingen durch die Stadt, es schneite, abends trafen wir Veronika und die drei machten sich auf den Weg zum Blue House, ich vertrieb mir die Wartezeit mit einem Buch (T.C. Boyle, Riven Rock, unglaublich langweilig!!!), nahm dann den Bus nach Budapest, verbrachte einen sonnigen Tag in der wunderschoenen Stadt und nahm dann den Flieger nach Duesseldorf. 7 Stunden Warten lassen sich eigentlich gut mit Schlaf ueberbruecken, aber es war so kalt am Flughafen, dass ich die ganze Nacht wach blieb und erst im Flugzeug nach Riga schlafen konnte. Dort war es unglaublich kalt und verschneit, ich hatte nichtmal ne Winterjacke mit, weil in Rumaenien schon 15 Grad waren. Nach einem schnellen Lunch stieg ich in den Bus nach Tallinn.

Letzten Sonntag, vor genau 7 Tagen, kam ich hier an, nachmittags, und durchquerte die vereiste Stadt auf der Suche nach dem Hostel. Das Team, groesstensteils Volunteers und aus irgendeinem Grund groesstenteils englische Muttersprachler, war mir sofort super sympatisch! Da ist Mick aus England, Tom (Flowers) aus Australien, Jonny aus Neuseeland, Ken aus Colorado, Brian und sein Sohn Eric aus den USA, jetzt aber wohnhaft in Russland, Renata aus Litauen, Maris aus Estland, Daniel aus Brasilien, Sven aus Osnabrueck (!!) und der Besitzer des Hostels, Hugo aus Holland. Mcih erwartete sofort ein Willkommensbier, aus der Dose, ein solides Pint "A le Coq". Der Abend war eher ruhig, alle waren noch fertig vom Wochenende, aber mit Ken, Sven und Brian ging ich in die Bar gegenueber des Hostels, eine urige Kellerbar, die bis 6 Uhr morgens offen ist.
Am naechsten Morgen schlief ich lange, meine einzige Aufgabe war, die Stadt ein bisschen kennen zu lernen. Eric fuehrte mich herum und machte Beweisfotos an den Orten, die ich gesehen hatte. Anschliessend gingen wir in das Hostel in der Pikkstreet, um ein paar Betten neu zu beziehen und Zimmer zu putzen, was so die Hauptaufgaben als Volunteer sind hier.
Abends, nach dem Dinner, das Tom kochte (das ist seine Aufgabe- jeden Abend was kochen und die Gaeste und das Personal koennen gegen einen kleinen Kostenbeitrag mitessen) spielten wir Trinkspiele in dem Gemeinschaftsraum, Gaeste mit Volunteers, allen ging es gut. Der Spassfaktor ist hier auf jeden Fall sehr hoch, wer Lust auf einen Partyurlaub hat, dem sei dieses Hostel ans Herz gelegt.



Strassenhaendler in der Altstadt



Trinkspiele. V.L.: Jonny, Hugo (in gruen), Tom



Altstadt im Sonnenschein

Danach gingen wir in eine nette Bar mit dem Namen "Drink" und tranken Flying Hirsch (Jaegerbomb), ich versagte klaeglich im Wettbewerb mit Jonny und Tom, selbst als ich einen Vorsprung von 7 Sekunden erhielt. Spaeter gingen wir in einen kleinen Club namens "No Name" (die Namen hier sind insgesamt sehr witzig; es gibt unter anderem ein Restaurant namens "Eat"), ein bisschen dancen, ich trank Cider, eine Art Fruchtwein mit 50% Zucker.
Am naechsten Tag lernte ich das Hostel kennen, die Ablaeufe, die Waschmaschine und und und. Abends wieder ins Drink, wo Jonny mir netterweise ein Pint Bier auf die Hose kippte (unabsichtlich; es war noch komplett voll!), weshalb ich mich verfrueht auf den Heimweg machte. Ich wachte ein paar Stunden spaeter auf, weil jemand mir ueber die Stirn wischte- Tom hatte mich im Schlaf angemalt und dann hatte Brian festgestellt, dass er dazu einen permanent Marker benutzt hatte, weshalb er das Graffiti jetzt zu beseitigen versuchte. Ich hatte dunkelblaue Striche im Gesicht am naechsten Morgen.
Der Tag verlief sehr ruhig, ich lernte das dritte Hostel im Zentrum kennen, Viru, sehr stylisch eingerichtet und von einer Irin geleitet. Abends kam ein neues Mitglied des Personals aus Holland an, Sabine. Nach ein paar Bier hier im Hostel gingen wir ins Drink, ich trank wieder Flying Hirsch mit Jonny und Tom, jeder zahlte eine Runde. Danach gingen wir in die Bar "Embassy", ich hatte aus irgendeinem Grund zwei Drinks, gab sie aber an Ken weiter, weil ich schon alles doppelt sah. Spaeter waren wir im No Name und tanzten recht duemmlich, Sabine, Tom und ich. Wir gingen zum Potatoe Place, ein paar Leute assen Kartoffeln, ich ging mit Tom und Sabine zum Hostel zurueck wo wir zu dritt auf dem Sofa einschliefen. Die letzten paar Zeilen beruhen auf dem, was wir am naechsten Morgen zusammengepuzzelt haben, alle Angaben ohne Gewaehr.
Der Tag war scheisse. Ich hatte meine bisher laengste Schicht, 12 Stunden, und als ich mit Mick zusammen die Betten in Pikkstreet neu bezog, kam bei uns beiden gleichzeitig der Kater und wir brauchten fuer 2 Raeume 2 Stunden. Sick.
Ich kam durch den Tag, aber am Abend blieb ich bei 1 Glas Wein und 1 Bier, alles andere waere wohl zu viel gewesen. Es war fuer alle ein ruhiger Abend, ich zog um in das Hostel in Viru, weil alle Betten hier voll waren und ich 3 Naechte auf dem Sofa verbracht hatte.
Ich konnte also zum ersten Mal ausschlafen. Abends gaben Tom und Jonny ihre Verlobung bekannt und wir zogen los zur Verlobungsfeier, die aber eher lame war. Am naechsten Tag wachte ich mit einer Erkaeltung auf, war den ganzen Tag nicht ganz auf dem Damm und ging frueh schlafen, die Hochzeitszeremonie verpasste ich leider. Heute morgen geht die Erkaeltung klar, nur die Nase laeuft in einer Tour. Mittwoch ist St. Patrick's Day, das geht sicher ab! Und Donnerstag Nacht mache ich mich auf den Weg nach Riga, Freitag bin ich zurueck in Rumaenien. Und am 24. dann komme fuer ne Zeit lang nach Hause!! Ich freu mich schon unglaublich!

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