Das vergangene Wochenende (naja, bis Mittwoch, wir haben das mal ein bisschen verlängert) habe ich mit Anna aus Georgien in Timisoara verbracht, einer wunderschönen Stadt im Nordwesten Rumäniens. Sie ist schon öfter dort gewesen und hat Freunde in der Stadt gefunden, und bei einer von ihnen, Adriana, konnten wir übernachten.
Die Fahrt von Valcea war ziemlich international: Zunächst wurden wir von einem Ukrainer mitgenommen, der genausowenig rumänisch konnte wie wir, dann von einem Perser (!). Die einzige "gemeinsame" Sprache, die wir herausfanden, war Türkisch- wir sagten also unsere 5 Sätze und versicherten ihm, Istanbul sei "çok güzel", also sehr schön. Das letzte Auto war dann allerdings mit zwei rumänischen Feuerwehrleuten besetzt- wie langweilig!
In Timisoara angekommen gingen wir erstmal was essen und trinken (die Fahrt hatte ungefähr 6 1/2 Stunden gedauert, weil es in Rumänien keine Autobahnen gibt, außer kurzen Abschnitten) und trafen dann ein Künstlerpärchen, das Anna auf facebook kennen gelernt hatte und das unglaublich in Georgien verliebt ist, seit sie da letzten Sommer 2 Monate verbracht haben. Filip und Andrea brachten noch Anastasia mit, eine Freundin, die auch mit in Georgien gewesen ist. Die drei waren sehr sympathisch und zeigten uns ihre Ausstellung in einer nahen Gallerie. Ich war besonders von einem Bild recht beeindruckt, das durch seine klare politische Aussage und gleichzeitig ein beeindruckendes Foto hervorstach: Er hatte eine Katze genau in dem Moment festgehalten, als sie von einer Mülltonne zur anderen sprang. Die Tonnen hatte er dann mit einer kommunistischen bzw. der EU-Flagge bemalt.
Die drei waren sowieso eher sowas wie Kunstaktivisten-Hippies, ein bisschen strange aber sehr nett. Wir blieben lange in der Gallerie und sie unterhielten sich über Georgien und die orthodoxe Religion, ich kam mir ein bisschen überflüssig vor, aber andererseits war das alles ziemlich interessant. Die drei sprachen alle mehr oder weniger fließend deutsch, da es in Timisoara eine deutsche Schule und Uni gibt! Die Siebenbürgener Sachsen haben eine Spur hinterlassen...
Wir gingen zu Adrianas Haus und wurden von ihr und ihrer Freundin Flavia sowie deren griechischen Freund freundlich begrüßt. Adriana ist besessen von dem Traum, nach Argentinien auszuwandern und bestand darauf, nur spanisch mit mir zu sprechen, weil sie Englisch so hässlich findet. Sie war wirklich nett und überließ uns ihr Schlafsofa. Mit Flavias Freund führten wir politische Diskussionen, was mit Anna etwas schwer fällt, weil sie nicht die Geduld hat, andere ausreden zu lassen. Trotzdem ein netter Abend!
Am nächsten Morgen ließ ich mich tatsächlich dazu überreden, zum Gottesdienst in ein orthodoxes Kloster mitzukommen. Die drei hatten uns eingeladen und weil ich sowas mal sehen wollte, immerhin ist das gesamte Land katholisch-orthodox und der Alltag davon geprägt, kam ich mit- aufstehen um 7!
Das Kloster war ziemlich klein und der Kirchenraum dunkel. Wir mussten die gesamte Zeit stehen (3 Stunden) und hatten Rückenschmerzen, und so richtig was verstehen konnten wir nicht. Ich bin froh, mitgegangen zu sein, aber so schnell muss das nicht wieder sein.
Hinterher ging die Gemeinde zusammen zum Essen, das die Nonnen gekocht hatte. Alles war "de post", vegan, weil die gerade Fastenzeit hatten, in der sie keine tierischen Produkte essen. Also in Rumänien ist es eigentlich wirklich einfach, Vegetarier und sogar Veganer zu sein; diese Produkte gibt es eigentlich immer, zur Fastenzeit natürlich noch mehr als sonst, und sie sind wirklich lecker! Während des Essens laß eine Nonne die Geschichte eines zeitgenössischen Heiligen vor, wie Filip uns erklärte. Ich war schon froh gewesen, als ich während des Gottesdienstes mitbekommen hatte, dass sie das Vater Unser (Tatal nostru) beteten...
Die Nonnen und Priester werden richtig verehrt von den Gläubigen; sie küssen ihnen die Hand und verneigen sich vor ihnen. Beim betreten der Kirche bekreuzigen und verneigen sich alle vor den Bildern von Maria und Jesus und küssen sie. Besonders die Frauen reden in tiefer Ehrfurcht mit den Priestern. Ich nahm nicht am Abendmahl teil, hätte auch nicht gedurft, weil man vorher beichten muss. Aber ich trug brav ein Kopftuch um die Männer nicht vom Beten abzulenken.
Wir sahen uns noch den Friedhof an und fuhren anschließend in die Stadt zurück. Erstmal Siesta. Abends trafen wir die drei in einem rumänischen Restaurant, sie luden uns ein, sehr nett. Die waren einfach richtig religiös, so mit Nächstenliebe und so, und deshalb war es für die wohl selbstverständlich. Ich freute mich besonders über das ungefilterte Bier vom Fass!
Wir spazierten noch ein bisschen über den Platz im Stadtzentrum, d. h. im NEUEN Stadtzentrum, dem Piata Victoriei. Das alte Stadtzentrum ist noch ein bisschen schöner, der Piata Unirii, aber auf dem großen Piata Victoriei steht eine ziemlich schöne bunte Kirche.
Am nächsten Tag zeigte Anna mir das Stadtzentrum. Besonders ein alternativer Buchladen mit dem Namen Carturesti hatte es mir sehr angetan. Ich kaufte mir ein Buch nur wegen seines Aussehens, ein Kunstbuch über Design, das eigentlich nur aus Bildern und kurzen Textabschnitten besteht und durch seine Umschlaggestaltung überzeugt. Über dem Buchladen ist ein Café, in dem es nur Tee gibt, 100 verschiedene Sorten in individuellen Kännchen. Alle Besucher hatten eifrig im Erdgeschoss geshoppt und probierten jetzt hier eine neue Sorte Tee aus; ich entschied mich für Mate mit Früchtezusatz. Fenomenal!
Später ging Anna zur Beichte bei einem englischsprechenden Priester, ich sah mir bei Adriana meine neue Anschaffung an. Später am Abend gingen wir zu Anastasia nach Hause und sahen einen Dokumetarfilm über Wasser, recht obskur, aber interessant. Sie gab uns eingemachte Früchte und selbstgemachte Gemüsepasten mit Brot, außerdem Gebäck- wir fühlten uns wie Gott in Rumänien, und ich habe mir extra ein Rezeptbuch gekauft, dass ich in Cartureste entdeckte. Freut euch, wenn ich wiederkomme- dann gibt's rumänisch!
Am nächsten Tag gingen wir zunächst mit Adriana einen Kaffee trinken, der langsam die Decke auf den Kopf fiel, weil ihr Vater am nächsten Tag kommen würde und sie mit ihm wohl einen ziemlichen Streit hatte, was ihre Zukunft anging. Sie war eine ziemlich erfolgreiche Journalistin gewesen, hatte aber vor einem Jahr alles geschmissen und war an die Uni zurückgegangen, um Spanisch zu studieren, damit sie in Argentinien Arbeit finden würde. Sie schien in einer Art verfrühten Midlife-Crisis zu sein, überwarf sich mit ihren Freunden und war auf verbitterte Art rebellisch. Anna erzählte mir, dass sie früher nicht so war, und sie war trotzdem noch sehr sympathisch, aber definitiv unzufrieden.
Das Wetter war super, wir setzten uns draußen auf eine Terrasse vor einem Café auf den Piata Unirii und tranken Kaffee und Bier. Abends gingen Anna und ich serbisch essen und warteten anschließend in einer Bar mit dem schönen Namen Bierhaus auf Clémence, deren Flugzeug von Paris heute in Timisoara landen würde (sie hatte sich einen kleinen Heimurlaub gegönnt). Sie erschien in männlicher Begleitung, den sie so schnell wie möglich loswurde. Wir tauschten uns aus und tranken Bier während im Hintergrund Stuttgart gegen Barcelona unentschieden spielte. Als die Bar schloss (es war Dienstag), zogen wir weiter ins Papillon, tranken Wein, schliefen anschließend 1 Stunde bei Adriana (wir mussten früh weg, weil sie meinte, ihr Vater würde unsere Anwesenheit nicht gutheißen) und warteten in der gleichen Bar, bis es hell wurde. Dann nahmen wir einen Bus bis zum Stadtrand und wurden nach nur 3 Minuten von einem VW Golf mitgenommen, dessen Fahrer nach Pitesti fuhr- also über Valcea! Ziemliches Glück, leider war es ziemlich unbequem zu dritt hinten, ich saß auch noch in der Mitte und konnte deshalb fast gar nicht schlafen... Kurz vor Valcea sahen wir eine Frau buchstäblich unten ohne herumlaufen, einer neuer Trend hier, mach ich auch demnächst...
Samstag, also morgen, haben wir ein Seminar hier in der Uni, ich darf eine Presentation machen, juhu...^^
Pe curând, prietenii mei!
Eure Frauke
Freitag, 26. Februar 2010
Donnerstag, 11. Februar 2010
Dienstag, 2. Februar 2010
Lucio Catalin Kesim
Wir haben einen neuen Mitbewohner- nach schier endloser Suche in der ganzen Stadt letzten Samstag haben wir Lucio Catalin Kesim wohlbehalten nach Hause gebracht. Es handelt sich bei ihm um ein Meerschweinchen, weiß-orange mit roten Augen und großem Appetit, benannt nach unserer alten Mitbewohnerin (Lucia), dem häufigsten Männernamen Rumäniens (Catalin- sowohl unser Coordinator als auch Mentor, wobei zweiterer nach ersterem benannt wurde, äh) und Kesim, weil Zuzu und Ayca geheiratet und mich adoptiert haben, wir heißen jetzt alle Kesim wie Ayca.
Ein Foto von Lucio kommt bald!
Ein Foto von Lucio kommt bald!
HEY- alles glänzt!
Die letzten Wochenenden habe ich in Vâlcea verbracht; nachdem Clémence für 5 Wochen in die Ferne abgehauen ist, ließ sich erstmal niemand motivieren, in andere Städte zu fahren, außerdem war mein Geld dank des verblödeten Passes ziemlich knapp. Leider brauche ich den aber- im April fahre ich nach Baku für eine Woche, ein Projekt zum Thema Menschenrechte. Ich freue mich, Asebaidschan kennen zu lernen, das könnte interessant werden.
Freitags blieben wir meistens zu Hause, trafen uns mit den anderen in unserem Apartment und tranken Bier. Samstags ging's zuerst in die Rembrandt Bar und dann ins "Discovery", ein sehr beliebter Karaoke-Club. Nicht so Fashion-Leute, sondern eher "Normalos" und Männer, die dir Wein ausgeben. Mit Cato zusammen sang ich ein paar Mal.
Unter der Woche gingen wir auch manchmal in die Bar zu Cristi und Cristina. Ich ging meistens alleine mit Cato, weil sich sonst niemand motivieren ließ; manchmal waren Pedro und Asiye, die sich endlich zusammen gefunden haben, noch dabei. Ayca und Zuzu, meine beiden Mitbewohnerinnen, gehen nur am Wochenende mit uns weg. Cristi fand es witzig die ganze Zeit Andeutungen zu machen, Cato und ich würde "heimlich" daten- traurigerweise ist aber einfach die Weggeh-Mentalität ein bisschen anders geworden. Ich bin froh, dass wenigstens Cato hier ist. Ich glaube, es macht ihm ein bisschen was aus, dass er und Pedro jetzt gar nicht mehr alleine sind- nach dem Streit mit Clémence ist Asiye bei den Jungs eingezogen.
Letzten Donnerstag kam Beka aus Georgien wieder und brachte Wodka mit; wir trafen uns zum Essen bei den Jungs und zogen dann in die Art Bar (=Rembrandt Café). Die anderen zogen weiter, ich blieb im Dark Room mit ein paar anderen. Cristi hatte seiner Freundin morgens einen Antrag gemacht und sie zeigte mir stolz den Ring.
Als ich nach Hause kam, war Zuzu (die tatsächlich mitgekommen war) total betrunken; die anderen waren noch ins Discovery weiter gezogen, nachdem wir uns in der Bar getrennt hatten.
Samstags feierte Cristina ihren Geburtstag im Rembrandt vor und lud uns ein. Nur Cato ließ sich begeistern, wir gingen hin. Wir lernten die Familie kennen, tanzten, ich redete mit Cristinas Schwester auf Spanisch und irgednwann beschlossen wir, noch ins Discovery zu gehen. Nach ein paar Stunden und viel Wein dann in eine Bowling-Bar, die aus irgendeinem Grund um 4 Uhr morgens kaum besucht war. Ich trank ein paar Schlucke Barcadi Breezer und Cato ein Bier, dann zogen wir zur Tao-Bar, im Sommer eine coole draußen-Lounge, im Winter eine schreckliche Posh-Disko. Die Männer/Jungs trugen alle Hemden, die Frauen/Mädchen alle fast nichts. Die "Musik" war grausam und ein kleines Bier kostete 8 Lei (normalerweise bezahlt man für ein großen maximal 4). Cato bestand darauf, mir eins auszugeben, aber trotzdem hielten wir es nicht lange aus. Es war sowieso schon 5, und ich überredete ihn dazu, mich nicht nach Hause zu bringen (ehrlich gesagt hat mich diese Pseudo-Beschützer-Nummer unter Alkoholeinfluss tierisch aufgeregt). Die Nacht war witzig- wenn man will, hat Valcea einiges an Party zu bieten!
Eigentlich wollten wir ab Montag (gestern) für 2 Wochen in ein Dorf in der Nähe von Sibiu fahren, und mit lernbehinderten Kindern arbeiten. Zum Planungsbesuch fuhr ich mit unserem Mentor 2nd Catalin auch letzte Woche hin, wir trafen Joscha (von dem ich geschrieben habe) und seine Chefin und alles schien klar zu sein. Naja, im letzten Moment ging dann doch alles schief, auf deren Seite, die Mitarbeiter scheinen irgendeine Art Revolte gestartet zu haben; jedenfalls werden wir wahrscheinlich im Mai hinfahren. Dann ist das Wetter auch besser (und WÄRMER!). Es war jedenfalls eine tolle Erfahrung, der Tag auf dem Kinderbauernhof (guckt mal hier: http://www.kinderbauernhof.org) .
Die Kinder freuten sic riesig über die Aufmerksamkeit, ich lernte an einem Tag mehr Rumänisch als vorher in einem Monat und es macht Spaß, Joscha mit den Kids zu sehen. Irgendwie ist er echt für diese Arbeit gemacht- nicht so der weltfremde Pseudo-Pädagoge, aber auch nicht der strenge Oberlehrer, einfac natürlich.
Die Arbeit in den verschiedenen Schulen ist auch super angelaufen. Heute Nacht feiern wir in Cristinas richtigen Geburtstag rein, und am Wochenende fahren wir vielleicht nach Arad. Diese Woche ist frei, nächste Woche gehen wir 4 von 5 Tagen in Schulen. In unserer WG läuft es besser denn je, wir verstehen uns prima. Bald kriegen wir Zuwachs- Sonntag kommt meine neue Zimmerkollegin Dilek aus der Türkei. Die scheint ein bisschen schräg zu sein, aber wir werden sehen. Rumänisch klappt auch besser mittlerweile- durch die Arbeit mir Kindern hat man endlich eine Motivation, die Sprache zu lernen.
In diesem Sinne- pe curând (bis bald)!
Ach ja- hab ich erwähnt, dass ich euch trotz meiner tollen Zeit hier ziemlich vermisse? Katja hat mir vor 2 Wochen eine SMS geschrieben, ob ich auf einen Sekt auf dem Balkon vorbeikommen will. Hach ja. Mach ich, bin unterwegs!
Freitags blieben wir meistens zu Hause, trafen uns mit den anderen in unserem Apartment und tranken Bier. Samstags ging's zuerst in die Rembrandt Bar und dann ins "Discovery", ein sehr beliebter Karaoke-Club. Nicht so Fashion-Leute, sondern eher "Normalos" und Männer, die dir Wein ausgeben. Mit Cato zusammen sang ich ein paar Mal.
Unter der Woche gingen wir auch manchmal in die Bar zu Cristi und Cristina. Ich ging meistens alleine mit Cato, weil sich sonst niemand motivieren ließ; manchmal waren Pedro und Asiye, die sich endlich zusammen gefunden haben, noch dabei. Ayca und Zuzu, meine beiden Mitbewohnerinnen, gehen nur am Wochenende mit uns weg. Cristi fand es witzig die ganze Zeit Andeutungen zu machen, Cato und ich würde "heimlich" daten- traurigerweise ist aber einfach die Weggeh-Mentalität ein bisschen anders geworden. Ich bin froh, dass wenigstens Cato hier ist. Ich glaube, es macht ihm ein bisschen was aus, dass er und Pedro jetzt gar nicht mehr alleine sind- nach dem Streit mit Clémence ist Asiye bei den Jungs eingezogen.
Letzten Donnerstag kam Beka aus Georgien wieder und brachte Wodka mit; wir trafen uns zum Essen bei den Jungs und zogen dann in die Art Bar (=Rembrandt Café). Die anderen zogen weiter, ich blieb im Dark Room mit ein paar anderen. Cristi hatte seiner Freundin morgens einen Antrag gemacht und sie zeigte mir stolz den Ring.
Als ich nach Hause kam, war Zuzu (die tatsächlich mitgekommen war) total betrunken; die anderen waren noch ins Discovery weiter gezogen, nachdem wir uns in der Bar getrennt hatten.
Samstags feierte Cristina ihren Geburtstag im Rembrandt vor und lud uns ein. Nur Cato ließ sich begeistern, wir gingen hin. Wir lernten die Familie kennen, tanzten, ich redete mit Cristinas Schwester auf Spanisch und irgednwann beschlossen wir, noch ins Discovery zu gehen. Nach ein paar Stunden und viel Wein dann in eine Bowling-Bar, die aus irgendeinem Grund um 4 Uhr morgens kaum besucht war. Ich trank ein paar Schlucke Barcadi Breezer und Cato ein Bier, dann zogen wir zur Tao-Bar, im Sommer eine coole draußen-Lounge, im Winter eine schreckliche Posh-Disko. Die Männer/Jungs trugen alle Hemden, die Frauen/Mädchen alle fast nichts. Die "Musik" war grausam und ein kleines Bier kostete 8 Lei (normalerweise bezahlt man für ein großen maximal 4). Cato bestand darauf, mir eins auszugeben, aber trotzdem hielten wir es nicht lange aus. Es war sowieso schon 5, und ich überredete ihn dazu, mich nicht nach Hause zu bringen (ehrlich gesagt hat mich diese Pseudo-Beschützer-Nummer unter Alkoholeinfluss tierisch aufgeregt). Die Nacht war witzig- wenn man will, hat Valcea einiges an Party zu bieten!
Eigentlich wollten wir ab Montag (gestern) für 2 Wochen in ein Dorf in der Nähe von Sibiu fahren, und mit lernbehinderten Kindern arbeiten. Zum Planungsbesuch fuhr ich mit unserem Mentor 2nd Catalin auch letzte Woche hin, wir trafen Joscha (von dem ich geschrieben habe) und seine Chefin und alles schien klar zu sein. Naja, im letzten Moment ging dann doch alles schief, auf deren Seite, die Mitarbeiter scheinen irgendeine Art Revolte gestartet zu haben; jedenfalls werden wir wahrscheinlich im Mai hinfahren. Dann ist das Wetter auch besser (und WÄRMER!). Es war jedenfalls eine tolle Erfahrung, der Tag auf dem Kinderbauernhof (guckt mal hier: http://www.kinderbauernhof.org) .
Die Kinder freuten sic riesig über die Aufmerksamkeit, ich lernte an einem Tag mehr Rumänisch als vorher in einem Monat und es macht Spaß, Joscha mit den Kids zu sehen. Irgendwie ist er echt für diese Arbeit gemacht- nicht so der weltfremde Pseudo-Pädagoge, aber auch nicht der strenge Oberlehrer, einfac natürlich.
Die Arbeit in den verschiedenen Schulen ist auch super angelaufen. Heute Nacht feiern wir in Cristinas richtigen Geburtstag rein, und am Wochenende fahren wir vielleicht nach Arad. Diese Woche ist frei, nächste Woche gehen wir 4 von 5 Tagen in Schulen. In unserer WG läuft es besser denn je, wir verstehen uns prima. Bald kriegen wir Zuwachs- Sonntag kommt meine neue Zimmerkollegin Dilek aus der Türkei. Die scheint ein bisschen schräg zu sein, aber wir werden sehen. Rumänisch klappt auch besser mittlerweile- durch die Arbeit mir Kindern hat man endlich eine Motivation, die Sprache zu lernen.
In diesem Sinne- pe curând (bis bald)!
Ach ja- hab ich erwähnt, dass ich euch trotz meiner tollen Zeit hier ziemlich vermisse? Katja hat mir vor 2 Wochen eine SMS geschrieben, ob ich auf einen Sekt auf dem Balkon vorbeikommen will. Hach ja. Mach ich, bin unterwegs!
EVS Rebirth
Buna ziua, meine Damen und Herren. Zum ersten Mal seit dem Weihnachtsbericht mal wieder ein paar neue News.
Als die anderen ein paar Tage nach mir wieder kamen, war erstmal die große Woche der Geburtstage: Zuzu, Ayca und Pedro hatten alle in einer Woche Geburtstag! Ich durfte das Ablenkingsmanöver für Ayca spielen, ging mit ihr ein Bier trinken und sie merkte tatsächlich nichts, als wir zu den Jungs gingen, um "die anderen abzuholen und ein Bier trinken zu gehen"- Überraschuuung, Ayca! Der Abend war super, sie freute sich ziemlich. An Pedros Geburtstag schmückten wir unsere Wohnung und bastelten Masken mit seinem Gesicht. Wie in alten Zeiten waren es wieder Clémence und ich, die bis 6 Uhr den Wein leerten. Als ihr die Zigaretten ausgingen, machte sich Clémence auf den Weg- Chicken (Ayca) war noch wach und wir redeten noch etwa 2 Stunden. Wir sind echt näher zusammen gewachsen seit der blöden Aktion vor den Weihnachtsferien.
Das Neue Jahr hat einige Veränderungen mit sich gebracht. Es scheint, als hätte ich in Wirklichkeit nur einen 6monatigen EVS ausgewählt und das zu spät gemerkt. Denn seit dem Ende der Weinachtsferien- zugegebenermaßen mit einigen Startschwierigkeiten- hat sich hier einiges geändert!
Angefangen hat es damit, dass ich jemanden kennen gelernt habe, der Vâlcea tatsächlich für den schönsten Platz der Erde hält- kein Scherz! Cosmin wohnt jetzt in Bukarest, ist aber in Râmnicu Vâlcea aufgewachsen und kommt regelmäßig am Wochenende hier hin- über Couchsurfing hat er mich gefragt, ob wir mal weggehen wollen.
Und so sind wir zum Rembrandt Café gegangen, einer neu eröffneten Bar, ziemlich versteckt auf einem Hinterhof. Und ich lernte Cristina und Cristi kennen, die Besitzerin und ihren Freund. Ich ging am nächsten Abend, nachdem ich mit Cosmin da war, mit Clémence hin und wir bekamen den ersten Kontakt. Als wir sagten, der Wein sei uns zu teuer, kam Cristina an den Tisch, stellte sich als Chefin vor und- spendierte uns den Wein!! Den ganzen Abend saßen die beiden bei uns, irgendwann gingen sie dann in den Nebenraum (den "Dark Room", denn sie machten das Licht aus und als Clémence auf Biersuche ging, störte sie die beiden unbeabsichtigt). Ich tauschte mich mit Clémence aus, weil sie und ich ja die meiste Zeit getrennt unterwegs waren während der Ferien und sie erzählte mir, wie aus ihrer besten Freundin Asiye ihre größte Feindin wurde.
Die beiden hatten sich in Venedig getrennt, nachdem sie sich tagelang angeschwiegen hatten und Asiye dafür verantwortlich war, dass Clémence' Tasche geklaut wurde.
In der nächsten Woche fuhr ich mit Gülnar nach Bukarest, wo ich meinen Pass beantragte. Als ich die falsche Fotogröße hatte und nochmal quer durch die Stadt musste, rastete ich fast aus. Bukarest ist echt scheiße. Das Land repräsentiert es auf keinen Fall!
Mit Gülnar war ich in ihrem neuen Büro. Sie wird wahrscheinlich noch ein Jahr bleiben und für eine Organisation in Bukarest arbeiten. Die Leute da waren wirklich nett und Gülnar, die mit ihrer recht... dominanten Art und Weise und ihrem übertriebenen Patriotismus nicht gerade der Liebling der Gruppe ist, wurde mir irgendwie immer sympathischer.
In der folgenden Woche ging es richtig los mit der Arbeit! Wir fuhren am Donnerstag in eine Schule in Cozia, wo 90% arme Zigeunerkinder unterrichtet werden. Die haben sich riesig gefreut, uns zu sehen und wir hatten uns in den Tagen vorher ein Programm zurecht gelegt, mit Spielen und Recycling-Basteln, das ziemlich gut ankam. Nach einer ausgiebigen Schneeballschlacht (hier liegt seit 4 Wochen Schnee) fuhren wir sehr zufrieden zurück.
Am Samstag trampten Clémence und ich nach Craiova, um Freunde zu besuchen, andere Freiwillige. Irgendwie kamen so ziemlich alle, die wir vom On-Arrival-Training kannten, dahin. Alle zusammen stürmten wir Kaufland und versorgten uns mit Flüssignahrung für den Abend. Die Nacht war lang, man traf alte Freunde wieder; ich hing die meiste Zeit mit Mart und Tony ab. Clémence freute sich über französische Erasmus-Studenten, äh... Die Sprache verfolgt mich, das nervt ;)
Parteyyy:

Mit Mart (Estland) und Manu (Deutschland)

Chicas: Zane und Sabine (<3)>

Clémence und Reinig und Timişoarena Bier.

Yummy- Sabine, Zane, Enriko (aus Georgien)
Am nächsten Morgen mussten wir früh los, 3 Stunden Schlaf, an die Straße, 1 Stunde warten, endlich nimmt uns wer mit. Denn wir waren eingeladen zu Cristina nach Hause, zum Grillen. Es war eisig und wir totmüde, so einen richtig guten Eindruck haben wir wohl nicht hinterlassen; wir waren langweilig. Aber wir mussten trotz akuter Müdigkeit/Kater (und in Clémence' Fall Leberschmerzen) natürlich zu unserer ersten Privatparty-Einladung in Vâlcea antanzen!! Durch unseren häufigen Besuch der Rembrandt Bar (quasi jeden Abend) sind wir mittlerweile wirklich mit dem netten Pärchen befreundet; also richtig, nicht nur so Small Talk Austausch, sondern Sarkasmus und dumme Witze und was so dazu gehört. Das zusammen mit der Tatsache, dass wir jetzt endlic regulär arbeiten, gibt der ganzen Sache einen neuen Aufschwung.
Als die anderen ein paar Tage nach mir wieder kamen, war erstmal die große Woche der Geburtstage: Zuzu, Ayca und Pedro hatten alle in einer Woche Geburtstag! Ich durfte das Ablenkingsmanöver für Ayca spielen, ging mit ihr ein Bier trinken und sie merkte tatsächlich nichts, als wir zu den Jungs gingen, um "die anderen abzuholen und ein Bier trinken zu gehen"- Überraschuuung, Ayca! Der Abend war super, sie freute sich ziemlich. An Pedros Geburtstag schmückten wir unsere Wohnung und bastelten Masken mit seinem Gesicht. Wie in alten Zeiten waren es wieder Clémence und ich, die bis 6 Uhr den Wein leerten. Als ihr die Zigaretten ausgingen, machte sich Clémence auf den Weg- Chicken (Ayca) war noch wach und wir redeten noch etwa 2 Stunden. Wir sind echt näher zusammen gewachsen seit der blöden Aktion vor den Weihnachtsferien.
Das Neue Jahr hat einige Veränderungen mit sich gebracht. Es scheint, als hätte ich in Wirklichkeit nur einen 6monatigen EVS ausgewählt und das zu spät gemerkt. Denn seit dem Ende der Weinachtsferien- zugegebenermaßen mit einigen Startschwierigkeiten- hat sich hier einiges geändert!
Angefangen hat es damit, dass ich jemanden kennen gelernt habe, der Vâlcea tatsächlich für den schönsten Platz der Erde hält- kein Scherz! Cosmin wohnt jetzt in Bukarest, ist aber in Râmnicu Vâlcea aufgewachsen und kommt regelmäßig am Wochenende hier hin- über Couchsurfing hat er mich gefragt, ob wir mal weggehen wollen.
Und so sind wir zum Rembrandt Café gegangen, einer neu eröffneten Bar, ziemlich versteckt auf einem Hinterhof. Und ich lernte Cristina und Cristi kennen, die Besitzerin und ihren Freund. Ich ging am nächsten Abend, nachdem ich mit Cosmin da war, mit Clémence hin und wir bekamen den ersten Kontakt. Als wir sagten, der Wein sei uns zu teuer, kam Cristina an den Tisch, stellte sich als Chefin vor und- spendierte uns den Wein!! Den ganzen Abend saßen die beiden bei uns, irgendwann gingen sie dann in den Nebenraum (den "Dark Room", denn sie machten das Licht aus und als Clémence auf Biersuche ging, störte sie die beiden unbeabsichtigt). Ich tauschte mich mit Clémence aus, weil sie und ich ja die meiste Zeit getrennt unterwegs waren während der Ferien und sie erzählte mir, wie aus ihrer besten Freundin Asiye ihre größte Feindin wurde.
Die beiden hatten sich in Venedig getrennt, nachdem sie sich tagelang angeschwiegen hatten und Asiye dafür verantwortlich war, dass Clémence' Tasche geklaut wurde.
In der nächsten Woche fuhr ich mit Gülnar nach Bukarest, wo ich meinen Pass beantragte. Als ich die falsche Fotogröße hatte und nochmal quer durch die Stadt musste, rastete ich fast aus. Bukarest ist echt scheiße. Das Land repräsentiert es auf keinen Fall!
Mit Gülnar war ich in ihrem neuen Büro. Sie wird wahrscheinlich noch ein Jahr bleiben und für eine Organisation in Bukarest arbeiten. Die Leute da waren wirklich nett und Gülnar, die mit ihrer recht... dominanten Art und Weise und ihrem übertriebenen Patriotismus nicht gerade der Liebling der Gruppe ist, wurde mir irgendwie immer sympathischer.
In der folgenden Woche ging es richtig los mit der Arbeit! Wir fuhren am Donnerstag in eine Schule in Cozia, wo 90% arme Zigeunerkinder unterrichtet werden. Die haben sich riesig gefreut, uns zu sehen und wir hatten uns in den Tagen vorher ein Programm zurecht gelegt, mit Spielen und Recycling-Basteln, das ziemlich gut ankam. Nach einer ausgiebigen Schneeballschlacht (hier liegt seit 4 Wochen Schnee) fuhren wir sehr zufrieden zurück.
Am Samstag trampten Clémence und ich nach Craiova, um Freunde zu besuchen, andere Freiwillige. Irgendwie kamen so ziemlich alle, die wir vom On-Arrival-Training kannten, dahin. Alle zusammen stürmten wir Kaufland und versorgten uns mit Flüssignahrung für den Abend. Die Nacht war lang, man traf alte Freunde wieder; ich hing die meiste Zeit mit Mart und Tony ab. Clémence freute sich über französische Erasmus-Studenten, äh... Die Sprache verfolgt mich, das nervt ;)
Parteyyy:

Mit Mart (Estland) und Manu (Deutschland)

Chicas: Zane und Sabine (<3)>

Clémence und Reinig und Timişoarena Bier.

Yummy- Sabine, Zane, Enriko (aus Georgien)
Am nächsten Morgen mussten wir früh los, 3 Stunden Schlaf, an die Straße, 1 Stunde warten, endlich nimmt uns wer mit. Denn wir waren eingeladen zu Cristina nach Hause, zum Grillen. Es war eisig und wir totmüde, so einen richtig guten Eindruck haben wir wohl nicht hinterlassen; wir waren langweilig. Aber wir mussten trotz akuter Müdigkeit/Kater (und in Clémence' Fall Leberschmerzen) natürlich zu unserer ersten Privatparty-Einladung in Vâlcea antanzen!! Durch unseren häufigen Besuch der Rembrandt Bar (quasi jeden Abend) sind wir mittlerweile wirklich mit dem netten Pärchen befreundet; also richtig, nicht nur so Small Talk Austausch, sondern Sarkasmus und dumme Witze und was so dazu gehört. Das zusammen mit der Tatsache, dass wir jetzt endlic regulär arbeiten, gibt der ganzen Sache einen neuen Aufschwung.
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